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Da niedrigschmelzende Lote überwiegend aus Vierstoffsystemen mit unterschiedlichen
Kristallarten bestehen, ergibt sich innerhalb des Schmelzbereichs bei
der Erwärmung eine unterschiedliche Legierungszusammensetzung. Die Neigung
zur Entmischung (Seigerung) ist umso größer, je breiter das Schmelzintervall
der Lotlegierung ist. Dieser Vorgang zeigt, dass sich Lotwerkstoffe mit
niederer Arbeitstemperatur und engem Schmelzbereich für Lotformteile besser
eignen. Diese Lotwerkstoffe können mit geringerer Wärmezufuhr verarbeitet
werden, was zur Einsparung von Energiekosten führt. Bei dünnwandigen Werkstücken,
großflächigen Blechteilen, verminder die geringere und kürzere Wärmezufuhr
die Wärmespannungen im Werkstück.

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